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Strom aus der Steckdose, das ist für uns völlig normal. Aber im Ostkongo ist Netzstrom Mangelware, oft gibt es ihn nur für ein paar Stunden täglich.
Eine der wenigen Möglichkeiten dennoch an Strom zu bekommen, ist ein Stromgenerator. Doch der ist laut und braucht viel Benzin. Eine weitere Alternative sind Solarpanel, denn im Ostkongo gibt es mindestens 300 heiße Sonnentage. Doch so ein Solarpanel liefert nur zwölf Volt, was bedeutet, dass alle Geräte für 220V zusätzlich zum Solarstrom noch mit Netzstrom oder mit dem Strom eines Generators versorgt werden müssen.
Dieses Problems hat sich LHL nun angenommen und mit Hilfe von Geldern der Bingo-Umweltstiftung und Eigenmitteln einen Wissensaustausch zum Bau von Solaren-Homesystemen, die eine Leistung von 150V bringen, zwischen Afrikanern organisiert. Diese leistungsstärkeren Systeme eröffnen neue Möglichkeiten für die Nutzer.
Für den Wissensaustausch wurde Robert aus Burkina-Faso, wo bereits ein Projekt, in dem Solare-Homesysteme gebaut werden, läuft, nach Uvira im Ostkongo eingeladen, um sein Know-How an zehn junge Kongolesen weiterzugeben. Dies erfüllt ihn, wie er selbst mitteilt, mit Stolz.
Gleichzeitig muss Material für die Solaren-Homesysteme angeschafft werden. Dies soll aus der kenianischen Hauptstadt Nairobi kommen, wo besonders hochwertige Bauteile zu bekommen sind. Dafür haben sich Antonius und Daniel dorthin aufgemacht.
Das Seminar, in welchem Robert dann sein Wissen mitteilt, soll in seinen Weihnachtsferien stattfinden.
Bis dahin war und ist ein langer Weg zu gehen. So wurde die Freude, dass die Bingo-Umweltstiftung die Gelder für das Projekt im Oktober bewilligte, schnell dadurch getrübt, dass der Ausbilder Robert, obwohl er in seiner Freizeit nach Uvira reisen will, von der Schulbehörde eine "Ausreise-Genehmigung" braucht. Diese wurde ihm von seiner lokalen Behörde verweigert. Erst vier Wochen später bewilligte die oberste Schulbehörde in der Hauptstadt diese. Dadurch konnte der Visaantrag erst sehr spät gestellt werden. Auch dann gab es Probleme, weil eine Bürgschaftserklärung, die zum Stellen des Visaantrages benötigt wurde, fehlte. Als auch das, sowie die Beglaubigung der Einladung durch einen Notar, endlich erledigt war, konnte der Visaantrag gestellt werden. Ab diesem Zeitpunkt dauert es nun mindestens drei Wochen bis über den Antrag entschieden wird.
Gleichzeitig gab es auch Probleme mit dem Einkauf in Nairobi, weil ein Händler mit einem "Good-Faith-Letter", mit dem die Zahlung des Einkaufs von einer Bank garantiert wird, nichts anfangen konnte und Antonius und Daniel aus dem Laden warf. Auch beim nächsten Händler gab es Probleme beim Bezahlen.
Als dies alles gekärt war, trat schon das nächste Problem auf: die benötigte Menge war nicht in Nairobi vorhanden und musste erst bestellt werden. Also wieder ein paar Tage warten.
Auch der Transport von Kenia in den Ostkongo ist schwer zu bekommen. Nun wird alles erst nach Uganda und von dort hoffentlich mit einer anderen Spedition in den Ostkongo, wo der Zoll wartet, transportiert.
LHL ist nun zuversichtlich, dass alles rechtzeitig klappt und das Seminar wirklich stattfinden kann.
Am Ende des Seminars soll eine Solar-Genossenschaft gegründet werden, die dann je nach Bedarf und Interessentenlage die Solaren-Homesysteme zusammenbaut. Doch auch dort gibt es schon wieder ein Problem, weil "Start-ups" im Kongo leider nicht gefördert werden, sondern schnell viele Abgaben zahlen müssen.
Bei allen Problemen, die in der Vorbereitung berücksichtigt werden mussten oder außerplanmäßig aufgetreten sind, kann man aber auch Positives vermelden. So gibt es im Kongo junge Hochschulabsolventen mit einem Abschluss in Betriebswirtschaft oder Planungswissenschaften, die sehr motiviert sind, ihrem Volk zu helfen. Davon wird das Projekt profitieren.
Die niedersächsiche Bingo-Umweltstiftung fördert Umwelt-, Naturschutz- und Entwicklungszusammenarbeitsprojekte. Das beschriebene Projekt unterstützt die Stiftung mit 8.220 Euro. LHL finanziert das Projekt mit 1.460 Euro aus Spendenmitteln.